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 | SOLOKONZERTE: KLAVIERKONZERT |  |  |
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Ernst Wilhelm Wolf
(1735-1792)
Konzert für Klavier und Orchester
B-dur (1785)
herausgegeben von Richard Fuller
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Diese Taschenpartitur hat ein gelbes Titelblatt mit schwarzem Aufdruck. |
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| Format: 22,4 x 16,6 cm |
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| Handelspreise ohne Mwst.! |
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| Preis der Taschenpartitur: | No.23P/545 | EUR 10,90 |
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 | Von diesem Werk haben wir noch kein Aufführungsmaterial erstellt! |
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| Preis der Dirigierpartitur: | No.23D/545 | EUR 23,26 |
 | (Format: A4, 29,7 x 21cm, 44 Seiten, spiralisiert) |
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Wolfs Clavierkonzert in B ist ein reifes Werk einer deutschen Klassik, das in deren Klaviertradition ebenso gelehrt wie empfindsam komponiert ist und fest in den Traditionen der Berliner Schule wurzelt. Carl Philipp Emanuel Bach und Jioí Antonín Benda lassen sich darin wiederfinden, deren Forderung, die Musik müsse vor allem die Empfindungen rühren, ist in diesem Werk umgesetzt.
In Wolfs Konzert ist der Orchestersatz mit vier Streichern klassisch ausgereift, den Bläsern kommt bereits eine selbständigere Rolle als die reine Stützfunktion zu. Bezüglich des Soloinstruments ist die Entscheidung dem Ausführenden überlassen, denn der erste und der dritte Satz können genauso gut am Cembalo wie am Fortepiano gespielt werden, während der sehr dramatische zweite Satz am Hammerflügel besser zur Geltung kommt.
Der erste Satz (282 T.) steht in der entwickelten klassischen Konzertform, ist mehrthematisch und mit Exposition, Durchführung und Reprise aufgebaut. Das Clavier setzt mit einem neuen Thema ein. Clavier- und Orchesterpart sind ähnlich wie bei Mozart ineinander verwoben; der Streichersatz ist dicht, das Clavier wird auch in seinen Solopassagen begleitet und eine motivische Verarbeitung beginnt schon in der Exposition (T. 82 - 97). Nach dem dieser anschließenden Orchester-Ritornell ist die Durchführung mit 48 Takten (T. 145 bis 192) recht ausgedehnt, in der Reprise taucht noch eine neue empfindsame Solopassage des Claviers auf (T. 208 - 225), bis erst in T. 232 endlich das Solothema des Claviers wieder einsetzt. Eine ausgedehnte Solopassage steht vor dem Schlußritornell. Stellenweise (z. B. T. 256 - 263) kommt das Vorbild C. P. E. Bachs deutlich zur Geltung.
Der zweite Satz ist ein Kleinod von geradezu mozartischer Lyrik. Wolfs Tätigkeit als Opernkomponist haben ihn hier eine ähnlich enge Verwebung der Solostimme mit der Orchesterbegleitung erreichen lassen. Das Clavier singt hier mit demselben Ausdruck wie sonst nur eine gefeierte Sopranistin, dramatische Spannung baut sich im Mittelteil auf, die Schlüsselszene mit ihrer tragischen Arie spielt vor dem geistigen Auge des Zuhörers.
Der dritte Satz wird nicht als Rondo bezeichnet, er ist aber eine Art variierendes Rondo, in dem die Orchesterritornelle mit ihrem bewegten Andante-Rhytmus eher einfach und heiter gehalten sind, und der Clavierpart gelehrten Auszierungen unterzogen wird. Der zukünftige Clavierstil kündigt sich kurz mit brillantem Passagenwerk (T. 58 - 64) an. Einem unbezeichneter Minore-Maiore-Minore-Abschnitt (T. 78 - 92/93 - 108/ 109 - 132/133 - 144) folgt ein strettaartiges letztes Ritornell, in dem einander Solo und Tutti abwechseln.
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Dr. Heinz Anderle ist wissenschaftlicher Berater des Musikverlages Wolfgang Kiess. Er ist Initiator der vorliegenden Serie von Werken.
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| Klavierkonzert, B-dur Allegro, Partitur |  |  |
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