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 | ORCHESTERWERKE: SYMPHONIE |  |  |
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François Joseph Gossec
(1734-1829)
Symphonie
"La Chasse"
"Sinfonia da caccia", "Die Jagd"
D-dur, Sac Geanu (Brook) 62
herausgegeben von Josef Wagner
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Diese Taschenpartitur hat ein gelbes Titelblatt mit schwarzem Aufdruck. |
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| Format: 22,4 x 16,6 cm |
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| Handelspreise ohne Mwst.! |
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| Preis der Taschenpartitur: | No.07P/543 | EUR 12,21 |
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 | Von diesem Werk haben wir noch kein Aufführungsmaterial erstellt! |
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| Preis der Dirigierpartitur: | No.07D/543 | EUR 21,80 |
 | (Format: A4, 29,7 x 21cm, 70 Seiten, spiralisiert) |
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 | Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie Interesse an der Erstellung des Aufführungsmaterials haben. |
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Im Jahre 1773 hatte Gossec erstmals die Möglichkeit, in den „Concerts Spirituels“ Symphonien mit großem Orchester aufzuführen. Er nützte die Gelegenheit, endlich auch eigene Werke für diese Besetzung mit Pauken und Trompeten zu komponieren, und das erste sollte eine Reverenz an die seinen Stil prägende Familie Stamitz sein. Johann Anton Stamitz hatte 1754 seine Jagd-Symphonie offenbar mit Gossec als Konzertmeister aufgeführt. 1772 erschien die groß (mit Pauken und Trompeten) besetzte dreisätzige Symphonie „La Chasse“ von Carl Stamitz bei Sieber in Paris, die für Gossec speziell im ersten und im Finalsatz hörbar Pate stand.
Am 20. März 1774 wurde Gossecs im Autograph italienisch mit „Sinfonia di caccia“ bezeichnete Symphonie im Konzertsaal in den Tuilerien, dem wenig bewohnten Stadtschloß, uraufgeführt. Die Zeitschrift „Mercure de France“ vom April 1774 lobte Gossecs Werk mit folgenden Worten: „Dieses musikalische Gemälde von großer Anmut ist hier durch eine pittoreske, angenehme und gelehrte Harmonie vertreten.“
Die beliebte Symphonie blieb längere Zeit im Konzertrepertoire; das Jagd-Sujet wurde später von Joseph Haydn, Franz Anton Rössler (Rosetý), Franz Anton Hoffmeister und Paul Wranitzky aufgegriffen. Mozarts „La Chasse“ betiteltes Fragment in A (KV 299d/Anh. 103), vermutlich aus der Pariser Zeit (1778?), blieb nur Partiturentwurf. Bereits C. Stamitz legte das Schema „vom Aufbruch zur Jagd über das Galoppieren der Pferde, das Bellen der Hunde und das Halali bis hin zum Verblasen der Strecke des erlegten Wildes“ fest. (Stegemann 2003). Bei Gossec verbindet der erste Satz nach einer langsamen und strahlenden Einleitung im 6/8-Takt-Allegro aus der französischen Volksmusik entlehnte Elemente durch für die Concerts Spirituels-Symphonien charakteristische Mannheimer Crescendi. Im Autograph fallen umfangreiche Streichungen (19 Takte nach T. 39, 3 Takte nach T. 116) sowie zahlreiche Korrekturen auf, die offenbar erst nach dem Erstdruck 1776 vorgenommen wurden; die vorliegende Ausgabe folgt Gossecs Endfassung.
Eine Romanze in d-moll, ebenfalls wieder im 6/8 Takt, bildet den zweiten Satz. Nach Takt 24 sind 3 Takte gestrichen, Takt 49 bestand ursprünglich aus zwei Takten, von denen die zweite Hälfte des ersten und die erste Hälfte ausgestrichen sind. Im Mittelteil dominieren Hörner und Holzbläser. Das Menuett ist mit Pauken und Trompeten strahlend und feierlich, das Trio überwiegend als Harmoniemusik besetzt.
Ein Finale im 6/8-Takt gibt die eigentliche Jagd wieder. Der erste Abschnitt beschreibt den Parforce-Ritt der Jagdgesellschaft durch die Wälder und Fluren. Die Hörner imitieren originell das Bellen der Meute. Die Jagdfanfaren des ersten und des zweiten Abschnitts sind das „Halali zu Fuß“ und das schon bei Stamitz vorkommende „Halali auf dem Wasser“ der eigentlichen Jagd. Die zweite wurde 1797 von Etienne-Nicolas Méhul praktisch notengetreu für die sehr beliebte Ouvertüre „La chasse du jeune Henri“ übernommen.
Die Symphonie „La Chasse“ wurde nochmals vor 1792 als op. 13. Nr. 3 in Stimmen gedruckt. Nach Gossecs Bedeutungsverlust durch Restauration und Romantik wurde sie erst gegen 1880 in den Concerts Historiques wieder gespielt. Wie die anderen Symphonien Gossecs fand sie aber nicht wieder Eingang ins Repertoire. Nach fast zweihundert Jahren folgt der nun vorliegende Erstdruck erstmals werkgetreu dem Autograph, um der ersten großen Symphonie Gossecs ihren verdienten Platz im Repertoire zu sichern.
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Dr. Heinz Anderle ist wissenschaftlicher Berater des Musikverlages Wolfgang Kiess. Er ist Initiator der vorliegenden Serie von Werken.
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| Symphonie, D-dur, Grave Maestoso, Partitur |  |  |
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