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 | ORCHESTERWERKE: SYMPHONIEN |  |  |
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François Joseph Gossec
(1734-1829)
4 Symphonien
F-dur, Sac Geanu (Brook) 83, Role/Hénin 045
D-dur, Sac Geanu (Brook) 84, Role/Hénin 046
C-dur, Sac Geanu (Brook) 85, Role/Hénin 047
D-dur, Sac Geanu (Brook) 86, Role/Hénin 044
herausgegeben von Josef Wagner
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Diese Taschenpartitur hat ein gelbes Titelblatt mit schwarzem Aufdruck. |
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| Format: 22,4 x 16,6 cm |
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| Handelspreise ohne Mwst.! |
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| Preis der Taschenpartitur: | No.07P/541 | EUR 12,21 |
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 | Von diesen Werken haben wir noch kein Aufführungsmaterial erstellt! |
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| Preis der Dirigierpartitur: | No.07D/541 | EUR 36,- |
 | (Format: A4, 29,7 x 21cm, 119 Seiten, spiralisiert) |
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 | Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie Interesse an der Erstellung des Aufführungsmaterials haben! |
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Zur Zeit von deren Entstehen Mitte der 1770er Jahre begann die Symphonie einen Wandel zur größeren Form, der sie von der reinen höfischen Unterhaltungsmusik zu einer anspruchs- und ausdrucksvolleren Gattung werden ließ. In Mitteleuropa wurde diese Entwicklung mit der häufigeren Verwendung von Molltonarten bei Haydn und Vanhal unter dem Begriff „Sturm und Drang“ charakterisiert. Der große Begründer des klassischen Musikverständnisses, C. P. E. Bach, zählte mit seinen vier schroffen Symphonien für 12 Stimmen immer noch zur kompromißlosen musikalischen Avantgarde; in Paris war Gossec der Vorreiter dieser Entwicklung, der schon zuvor mit der Synthese der Theorie Rameaus mit der Praxis J. A. Stamitz einen modernen französischen Stil geschaffen hatte.
Gossecs Symphonien in F, D, C und D dürften alle in der Zeit um 1774 bis 1777 entstanden sein, als er schon die Concerts Spirituels leitete und Aufführungen der neuesten Musik damit einem breiteren Publikum offen standen. Gemeinsam ist ihnen eine große Orchesterbesetzung mit Pauken und Trompeten und ein scheinbarer Verzicht auf wohlklingende Melodik. Die Aufführungsdaten dieser Symphonien sind glücklicherweise überliefert (Pierre 1975), wenn auch die jeweiligen Symphonien nicht genau identifizierbar sind.
Gossec stellte sich jedenfalls dem Publikum am 20. März 1774 mit seiner Symphonie „La Chasse“ vor, und jeweils im April 1774 und 1775 wurde wiederum eine nicht näher bezeichnete Symphonie Gossecs gespielt. Ab 1777 konnte Gossec jedoch endlich seine modernsten Werke präsentieren: Am 16., 19. und 23. März eine „Symphonie à grand orchestre du répertoire des amateurs“; am 30. März, 4. und 7. April, dann erst wieder am 2. Februar 1778 eine „Symphonie à grand orchestre“; am 5. April wieder jene „du répertoire des amateurs“, und wieder große Orchestersymphonien am 12., 19. und 24. April.
Am 23. März war Wolfgang Amadé Mozart als ehrgeiziger junger Komponist in Paris angekommen, der hoffte, in dieser Weltstadt endlich der provinziellen Enge des erzbischöflichen Salzburger Hofes zu entkommen. Er trat in Paris vielleicht allzu selbstbewußt auf; Gossec dürfte jedoch als einzig Ebenbürtiger das Genie Mozarts sofort richtig eingeschätzt haben, und am 16. Juni 1778 wurde dem eine Generation jüngeren Freund die Gelegenheit gegeben, sich mit seiner bis dahin am größten besetzten Pariser Symphonie KV 297 dem Publikum vorzustellen.
Der Tod seiner Mutter und das Ausbleiben der erhofften Opernaufträge ließen Mozart schon am 26. September wieder abreisen. Wenigstens hatte er aus Paris noch zahlreiche Inspirationen zu den in den nächsten Jahren zu schaffenden Symphonien mitnehmen können: Das Tarantella-Finale von Gossecs C-Dur Symphonie B 85 beeinflußte offenbar Mozart bei der Komposition des entsprechenden Satzes der B-Dur Symphonie KV 319 (Salzburg 1779); Gossecs D-Dur Symphonie B 84 wird in Mozarts C-Dur Symphonie KV 338 (Salzburg 1780) im ersten und vor allem zu Beginn des dritten Satzes zitiert, und der Beginn des Kopfsatzes der D-Dur Symphonie B 86 ist ein fast wörtliches Vorbild für Mozarts Haffner-Symphonie in D, KV 385 (Wien 1782). Im Inventar der Bonner Hofmusikkapelle von 1784 sind die groß besetzten Symphonien B 84 und 85 ebenfalls aufgelistet (Sandberger 1924).
Von 1778 an hatte Legros die Leitung der Concerts Spirituels inne, und Gossecs symphonisches Schaffen nahm an Intensität ab; am 2. Februar, 26. März und am 8. September 1780, am 30. Mai 1782, 16. April 1784 und 17. 5. 1787 wurden noch Symphonien Gossecs gespielt. Zwei kleinere Symphonien in B und Es erschienen 1782, die größeren op. 13 Nr. 1 in F und Nr. 2 in C wurden erst 1792 veröffentlicht, und die Symphonie für 17 Stimmen blieb wie andere Spätwerke ungedruckt.
Bereits zur Fahnenweihe der Nationalgarde in Notre-Dame vom 27. September 1789 wurden nicht näher identifizierte „Symphonies militaires“ Gossecs als besonders würdevolle Musik gespielt (Tiersot 1908). Nach einer eigens komponierten F-Dur Bläsersymphonie gelangte jedenfalls die C-Dur Symphonie B 85 zu revolutionären Ehren: Für den 2. Jahrestag des Sturzes der Monarchie am 10. August 1794 (23. Thermidor II) arrangierte Gossec den ersten Satz für Blasorchester (2 Picc., 2 Ob., 2 Cl., 2 Fg., 2 Hr., 3 Pos., Buccin, Tuba Curva, Serpent und Pk.) und schuf damit eines seiner besten revolutionären Instrumentalwerke (Whitwell 1979).
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Dr. Heinz Anderle ist wissenschaftlicher Berater des Musikverlages Wolfgang Kiess. Er ist Initiator der vorliegenden Serie von Werken.
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| Symphonie, F-dur, Allegro moderato, Partitur |  |  |
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| Symphonie, D-dur, Allegro, Partitur |  |  |
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| Symphonie, C-dur, Allegro moderato, Partitur |  |  |
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| Symphonie, D-dur, Allegro, Partitur |  |  |
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