SOLOKONZERTE: KLAVIERKONZERT
Taschenpartitur
Aufführungsmaterial
Vorwort
Notenbeispiel
Hyacinthe Jadin
(1776-1800)
Konzert für Klavier und Orchester
A-dur, op. posth.

herausgegeben von Richard Fuller

Taschenpartitur
Titelblatt: Klavierkonzert in A-dur von Hyacinthe Jadin
Diese Taschenpartitur hat ein
gelbes Titelblatt
mit schwarzem Aufdruck.
Format: 22,4 x 16,6 cm
Handelspreise ohne Mwst.!
Preis der Taschenpartitur:No.10P/537EUR 10,90
Aufführungsmaterial
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Preis der Dirigierpartitur:No.10D/537EUR 23,26
(Format: A4, 29,7 x 21cm, 40 Seiten, geheftet)
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Vorwort
Jadins Lebensdaten sind ebenso spärlich wie die ihm zugestandenen Jahre (Castinel 1991): Am 27. April 1776 wurde er in Versailles geboren, sein Vater war festangestellter Hofmusiker und Fagottist der königlichen Kapelle. Sein Bruder Louis-Emanuel, später vor allem im dramatischen Fach berühmt, und Hyacinthe waren die begabtesten Sprößlinge unter insgesamt fünf musikalischen Brüdern.
Nicolas J. Hüllmandel dürfte Hyacinthe Jadin einen grundsoliden Musikunterricht geboten haben. Im Mai 1789 trat der erst dreizehnjährige mit einem Konzert eigener Komposition in den Concerts Spirituels auf. Doch sein Lehrer und die meisten anderen namhaften Musiker wie Jan L. Dussek oder Christian G. Neefe verließen Paris 1790 nach den ersten vorrevolutionären Unruhen. Jadin war damit auf sich allein gestellt.
Vier Bände, op. 3, 4, 5 und 6, mit jeweils drei Klaviersonaten sollten ab 1794 erscheinen. Drei Klavierkonzerte zählen zu den wenigen Kompositionen dieser Werkgattung, die gegenüber der Freiluftmusik der revolutionären und republikanischen Feste zurücktreten mußte. Zur Revolutionsmusik lieferte er 1794 mit einer Hymne auf den 21. Januar, den ersten Jahrestages der Hinrichtung Louis XVI., einer Hymne an die Landwirtschaft 1796 und mit einer Ouvertüre für 13 Bläserstimmen seinen überzeugten Beitrag. 1795 wurde Jadin bei der Gründung des Conservatoire zum Professor der Damenklasse für Klavier ernannt.
Doch Jadin erkrankte an Schwindsucht. Von dieser heimtückischen Krankheit wurde er dermaßen ausgezehrt, daß man ihn vom Militärdienst befreite. Am 22. September 1799 trat Jadin zum letzten mal öffentlich in einem Konzert auf. Ein Jahr später starb er am 26. September 1800 in Armut – in einer Zeit ständiger politischer Umwälzungen und Unruhen war ihm das Conservatoire einige Monatsgehälter schuldig geblieben.
Jadins Sonaten würde man für unbekannte Werke Haydns, Beethovens und Schuberts halten, sogar noch vor Beethovens op. 2 sowie 20 Jahre vor Schubert. Wir wagen es kaum, uns Jadin in seiner Reife vorzustellen, seine Klaviermusik wäre in Form und Inhalt jener Mozarts, Dusseks oder Beethovens ebenbürtig gewesen, und vielleicht wäre nicht nur Wien das Zentrum der Klaviermusik geworden...
Dr. Heinz Anderle Dr. Heinz Anderle ist wissenschaftlicher Berater des Musikverlages Wolfgang Kiess. Er ist Initiator der vorliegenden Serie von Werken.
Notenbeispiel
Klavierkonzert, A-dur, Allegro moderato, Partitur
Klavierkonzert in A-dur von Hyacinthe Jadin, Partitur
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