SOLOKONZERTE: KLAVIERKONZERT
Taschenpartitur
Aufführungsmaterial
Werkbeschreibung
Notenbeispiel
Johann Baptist Vanhal
(1739-1813)
Konzert für Klavier und Orchester
D-dur, op. 14, WIIa D1

herausgegeben von John F. und Virginia F. Strauss

ACHTUNG:
Die Endkorrektur dieses Werkes ist noch nicht abgeschlossen!

Leider kann derzeit kein Erscheinungsdatum genannt werden!
Bitte kontaktieren Sie uns trotzdem, wenn sie Interesse an diesen Werken haben!

Taschenpartitur
Titelblatt: Klavierkonzert in D-dur von Johann Baptist Vanhal
Diese Taschenpartitur hat ein
gelbes Titelblatt
mit schwarzem Aufdruck.
Format: 22,4 x 16,6 cm
Handelspreise ohne Mwst.!
Preis der Taschenpartitur:No.22P/505EUR 10,90
Aufführungsmaterial
Von diesem Werk haben wir noch kein Aufführungsmaterial erstellt!
Preis der Dirigierpartitur:No.22D/505EUR 23,26
(Format: A4, 29,7 x 21cm, 47 Seiten, spiralisiert)
Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie Interesse an der Erstellung des Aufführungsmaterials haben!
Werkbeschreibung
Wie das Konzert in C (Weinmann IIa C9) und das Konzert in A op. 45 (Weinmann IIa A1) ist das Konzert mit Solo- (Hammer-) Klavier, Streichern (2 Violinen, Viola und Baß), zwei Oboen und zwei Hörnern besetzt. Die Bläserstimmen, die den Tuttipassagen Farbe und Dichte verleihen, und die minimal ausgearbeitete Violastimme dürften ursprünglich ad libitum vorgesehen gewesen sein. Trotzdem unterstreicht die erste Oboe im ersten Satz gelegentlich die Melodieführung.
Der Solopart ist brilliant, aber nicht virtuos, und wendet die ausgeweitete Arpeggierung, gebrochene Oktaven und Passagenwerk in Dezimen an, wie sie für Vanhals spätere Klaviersonaten üblich sind.
Der erste Satz, Allegro moderato, steht in einer frühklassischen Konzert-Sonatenform. Das Dreiklangs-Eröffnungsmotiv, die wiederholten Achtel und das einfache I-V-I-Schema der harmonischen Fortschreitungen verleihen dem Satz einen militärischen Beigeschmack. Das Klavier stellt eine expressive Soloexposition vor, die ein imitierendes zweites Thema einschließt, das später in der Durchführung für das Material für die Streicherbegleitung sorgt. Die Anordnung des Materials in der Reprise entspricht jenem der Soloexposition, jedoch mit einer subtilen motivischen Variation. Der Satz verlangt nach einer improvisierten Kadenz und schließt mit einer Koda, der den militärischen Charakter der Einleitung in Erinnerung ruft.
Der zweite Satz, Andante molto, steht in der Subdominanten G-Dur. Der Form nach ist er wieder ein Konzert-Sonatensatz. Der Klaviersatz ist rhythmisch komplex, wobei eine detaillierte Artikulation des Ausdrucks durch den ganzen Satz hindurch beibehalten wird. Vanhal gibt Gelegenheit zu einem Eingang zu Beginn der Reprise, sonst aber zu keiner ausgeschriebenen Kadenz. Der orchestrale Schluß ähnelt jenem des ersten Satzes.
Der dritte Satz, Allegro assai, folgt einer strengen abgekürzten Rondoform (ABACA) mit einer ausgedehnten Coda, die wieder die militärische Note des ersten Satzes in Erinnerung ruft. Das Thema des Rondos selbst ist wiederholungshaft, indem es eine einfache tonleiternartige Melodie in abgerundeter binärer Form verwendet. Der Charakter des Themas ist leicht und sogar humorvoll. Die Episoden erschließen die Tonarten der Dominante und der Tonika in Moll.
Dr. Heinz Anderle Dr. Heinz Anderle ist wissenschaftlicher Berater des Musikverlages Wolfgang Kiess. Er ist Initiator der vorliegenden Serie von Werken.
Notenbeispiel
Klavierkonzert, D-dur, Allegro moderato, Partitur
Klavierkonzert in D-dur von Johann Baptist Vanhal, Partitur
copyright: Wolfgang Kiess updated: